Thüringer, warum nur habt ihr die DDR abgeschafft!”

September 14, 2014 § Hinterlasse einen Kommentar

stasii

Aber jetzt kommt sie wieder. Und zwar mit Macht. Die vielen Umbenennungen der Kommunistischen Partei Deutschlands: erst KPD, dann SED, dann PDS, und jetzt Die Linke.

Der Glaube an das Proletariat, an die Arbeiterpartei… Aber der Arbeiter war ausgerechnet der, der sich nicht täuschen ließ. Die nationalsozialistische und die sowjetsozialistische Arbeiterparteien bleiben eine Vereinigung für schwererziehbare Hoffnungsalkoholiker.

Die Linkspartei hat weiterhin das Wort “Sozialismus” in ihren Programmen. “Demokratischer Sozialismus” zwar, aber für Katrin vom “linken Presseclub” 1) ist das so, als stelle man dem Wort “Scheiße” das Attribut “glänzend” voran – es ändere nichts daran, dass wir über Scheiße reden.

Aber der Osten, lange sozialistisch (Fernziel Kommunismus), gehöre doch schon eine ganze Weile dazu. Und im Osten gehörte über 40 Jahre der Sozialismus dazu. Aber von Anfang an wäre es die politische Strategie im Westen gewesen, dem Osten dieses sozialistische Denken auszutreiben. Bis heute gingen die “westlichen deutschen Sieger” (Katrin) mit ihrem “annektierten Osten” (Katrin) alles andere als fair um. Wer nicht “überbetone”(Katrin), dass die DDR ein Unrechtsstaat gewesen sei, dem würde misstraut.

Die “Überbetonung” ist wirklich das Problem (weiß Katrin überhaupt, was “Recht” ist?). Das “Unrecht” wäre nur das gewesen, die eigene Würde, die Freiheit zu vergessen, das eigene Leben, egal worin ich es setzen will, nicht selbst zu bestimmen, sondern vom sozialistischen Parteikollektiv “planen” zu lassen, so planen, das ich es stets “übererfülle”. – Um noch mal auf die “Überbetonung” zurückzukommen.

Einen Unrechtsstaat kann man zwar abschaffen. Aber er kommt wieder zurück. Das sozialistische Denken lässt sich nicht austreiben. Weder das nationalsozialistische noch das ddr-sozialistische.

1) Eine Einrichtung der Linkspartei in der steuerfinanzierten Rosa-Luxemburg-Stiftung, Vorstand bestehend aus alten SED-Stasi-DKP-Kadern

Die an und für sich selten dämliche “Kapitalismuskritik”

September 6, 2014 § Hinterlasse einen Kommentar

Klassenkampf

Nichts wird auf den Begriff gebracht. Und selbst Wikipedia erklärt, dass es etliche Kapitalismusdefinitionen gäbe, und jede auch noch wegen “ideologischer Unterschiede” umstritten sei.

Immerhin: “Ideologie” trifft es, sofern bislang noch keine Ideologen in dieser Welt waren, die nicht schon in sich und um sich zerstritten waren. 

Axel möchte – wie er sich so nennt – ein “Philosoph” sein. Früher, philosophiert er (er meint die 20er, 30er Jahre), bedurfte “Kapitalismuskritik” keiner besonderen theoretischen Rechtfertigungen.

Dem mag man schon fast zustimmen. Wenn ich allein schon an Hitlers furchtbare “Kapitalismuskritik” denke, sein vernichtender “Kampf” gegen Geld, Zinsen und Banken. Gegen “Juden” selbstverständlich – wie schon Marx, protestantisch getauft (…nicht wahr, emsige Marx-Beschöniger!), in “Zur Judenfrage”.

Aber heute sei alles viel umstrittener – meint Axel. Aber es gäbe doch eine Reihe von “Alternativen”, über die man immer noch nicht ausführlich genug diskutiere. – Denn im Hin-und Her-Streiten scheinen die “Alternativen” wohl weniger umstritten zu sein.

Axel-Philosoph: “Nach einer anderen Sicht” – ach, welche “Sicht” jetzt noch gleich? – “produziert der Kapitalismus eine Lebensform, mit der wir aus ethischen Erwägungen heraus – also unter dem Gesichtspunkt der Frage, wie wir leben wollen – nicht glücklich oder einverstanden sein können”.

Jetzt frage ich – und zwar aus ziemlich ethischen Erwägungen heraus: Wie unintelligent muss jemand eigentlich sein, damit er sich von einem umstrittenen “Kapitalismus” seine Lebensform produzieren lässt, mit der er folglich nicht einverstanden sein kann?

Die Ideologie ist komplette Hilflosigkeit für Hilflose, die offenbar auch gerne hilflos sein wollen. Zwar gab es eine Zeit der Reformation und eine Zeit der Aufklärung: Habe Mut und gebrauche deinen eigenen Verstand ohne fremde Leitung. – Aber bei soviel selbstproduzierter Hilflosigkeit ist zur Zeit wohl immer noch Gegenreformation und Gegenaufklärung. – Unser einziger verständiger Gott wohnt im ideologischen Himmel und reicht uns hilflosen Lämmer seine lenkende kommende Hand.  

Antwort der hilflosen Lebensform: “Sicherlich wird eine zukünftige Gesellschaft nicht ohne marktliche Instrumente auskommen können, das scheint mir bei der Komplexität ökonomischer Vorgänge und dem massiv gewachsenen Konsuminteresse nicht vorstellbar zu sein. Aber was durchaus vorstellbar ist, das sind andere Kompositionen der Steuerung wirtschaftlicher Aktivitäten”.

Das Dämlichste, was im 21. Jahrhundert passieren könnte: Gesteuert zu werden von einer Komposition aus hilflosen, ideologisch zerstrittenen “Kapitalismuskritikern”.

 

 

 

 

Bä-äR-Dä, oder die “Linke” verklärt sich selbst

September 5, 2014 § Hinterlasse einen Kommentar

Dolce-Vita

“Ausgerechnet die Nachkriegsjahre werden von der Linken heute als goldenes Zeitalter verklärt” – meint Adreas.

Aber das ist auch wieder eine dieser Ablenkungen. Viel Gleichheit und soziale Wärme mag es in der alten BRD gegeben haben. Aber noch mehr in der alten DDR – sagt die “Linke”.

Schon das Schema von “Links” und “Rechts” verklärt – weil austauschbar. Viel Gleichheit und soziale Wärme in der Volksgemeinschaft – sagt der Neosozialist von der nationalen Sorte. Und alle kämpfen gegen “Neoliberalismus”.

In “Kapitalismus”, “Neoliberalismus” etc. kann jeder seinen privaten Weltvorstellungsmüll schmeissen, und wird dennoch verstanden, weil simultan programmiert.

Die “Linke” wie die “Rechte” verklären sich selbst. Keine Klarheit über Elektrozaun mit Minen und Stacheldraht, Staatspartei-Terrorismus – real existierender Sozialismus.

Vielmehr “alte BRD”. Und daher sei es jetzt nämlich “ein tiefsitzendes Gefühl, das diese Gesellschaft sich in eine Richtung entwickelt, die Unbehagen verursacht”. — “Der Bankensektor ist zu einem Monster verkommen, der nicht nur die Wirtschaft, sondern die ganze Gesellschaft in Geiselhaft nimmt”.

Es ist unmöglich, irgendetwas in dieser weiten Welt zu erkennen, wenn man sich nicht selbst erkennt.

“Der Bankensektor ist zu einem Monster verkommen…” – sagt gleichfalls die “rechte” NPD. Monster links, oder Monster rechts. – “Linke”, erkennt euch selbst. Es ist der eigene (“dialektische”) Materialismus, der zu erkennen ist. Die eigene materialistische Bequemlichkeit, oder auch: “Staatssicherheit”.

“Der Bankensektor ist zu einem Monster verkommen…” – Und wie unschuldig dabei die “Linke” der expandierenden Staatsausgaben und expandierenden Geldmengen zu den “Rechten” rüberschaut.

Insofern: “Insofern erscheint es paradox, dass die Linke heute ausgerechnet jenen Staat verklärt, den sie zu seiner Zeit bekämpft hat” – meint Andreas.

 

 

Das Schema von Rechts nach Links

September 3, 2014 § Hinterlasse einen Kommentar

hütc

Ach, glaubst du noch immer mit diesem Schema, von rechts nach links und wieder zurück, debattieren zu müssen?

Was du vielleicht parteistrategisch gebrauchen kannst, zeigt sich als etwas, das so rechts und reaktionär, oder sogar rassistisch ist, wie etwa Gottvater aller Linken, Karl Marx in “Zur Judenfrage”. Oder links wie der Sozialist Hitler in seinem Kampf gegen den “internationalen Kapitalismus”.

 

 

Die absolute Mehrheit der Nichtwähler

September 3, 2014 § Hinterlasse einen Kommentar

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Und alle anderen Parteien sind doch nicht mehr als Nischen.

Für alle, die bloß unzufrieden sind, gibt es genügend Alternativen an versammelter Dummheit: NPD, Linke, Grüne. – Aber Nichtwähler scheinen intelligent zu sein.

  

Die sogenannte “Mitte”

September 1, 2014 § Hinterlasse einen Kommentar

Architektur Visualisierung

Die Politik in der Mitte dreht leer. Das Wahlvolk bleibt zu Hause oder wählt rechts. taz

Die “Mitte” kann nur dadurch Mitte sein, dass sie “außen” Extreme voraussetzt und durch diese sich selbst erzeugt. Aber wo ist die Mitte? und wo sind die Extreme? – Oder: Wo ist das Wahlvolk?

Die “Linkspartei”, die laut Parteiprogramm die “Durchsetzung von Klassenmacht” realisieren will, ist auf diesem Stand vor Aufklärung und Menschenrechte auf jeden Fall eine Extrempartei. Die NPD (– die “Rassenmacht”) auch.

Die einschlägigen Medien wollen berichten, wie weit eine Partei von der Mitte entfernt sei. Entscheidender wäre, wie weit eine Partei vom Grundgesetz entfernt ist. – Aber das wären definitiv einige.

Unsere Politik würde auch andere Herangehensweisen zulassen, aber bisher gab es keinen Grund, das System zu verändern… Die vereinigten Parteimedien

Die Extreme sind schon da. Das Wahlvolk noch nicht so recht erschienen. Fehlt nur die “Mitte”.

(Vielmehr wenigstens eine gewisse Nähe zur Verfassung)

 

 

Horror ist: wenn ich arbeiten muss

August 27, 2014 § Hinterlasse einen Kommentar

Sklavetedemann 

In einer Gesellschaft, in der immer mehr Menschen von der Arbeit anderer leben, in der immer mehr nur noch konsumieren, immer weniger arbeiten, wird Arbeit zunehmend zum Horror.

Menschen sind Wesen auf zwei Beinen und werden von gewissen Trieben angetrieben. Widerstand schien lange Zeit zwecklos, jetzt wachsen die Chancen auf selbstgewollte Antriebslosigkeit erheblich.

In den Worten einer Ethik der Faulheit könnte man sagen: Die Arbeit des anderen ist ein Anspruch, im Zweifelsfall auch einer, ihn für immer in den bedingungslosen Sklavenbetrieb zu schicken.

with a little help from my friends

Wie gemein ist doch die Welt: Total überwacht, klimatisch erwärmt, finanziell enthemmt und umverteilt, Freizeit in nächster Verfügbarkeit, und selbst doch sehr ersetzlich. – Ich fühle es, ich schaue es an: nur nicht zuviel denken, über das übliche Vorgemachte hinaus (Wir wissen, es ist jedesmal “Kapitalismus”) könnte ebenfalls in Arbeit ausarten.

Arbeit ist Nötigung, ich werde verbunden. Oder: “Arbeit ist gehemmte Begierde, aufgehaltenes Verschwinden, oder sie bildet” *). 

Von der Arbeit mich wegwendend und gierend die noch Tätigen schmähend, verlange ich nun von Welt nicht das Wissen dessen, was ich als Bedarfswesen bin, vielmehr zur Gediegenheit meiner selbstgerechten Langweiligkeit nur noch fünf Bier, anspruchslose Unterhaltung und anstregungslosen Transfer ins fertige Staatsbett.

(Geschrieben nach der Lektüre eines Artikels in Zeit-Online “Im Schweiße des Angesichts” – mit dem die Sache mal wieder nicht begriffen werden soll, sondern nur aufgeblasen wird: “Dies sind freilich nur einige Facetten einer gewaltig großen Thematik” – nebst einem Zitat von Kant, das nicht von Kant ist, daher ohne Quellenangabe. Methode: Einer plappert vor, die anderen nach.)

 

*) Hegel, Phänomenologie des Geistes

 

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